Dr.H.-Eckhard Schwidde - Große Weihnachtsauktion! - Eigentümer: Dr.EckhardSchwidde (3)
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Ausgesuchte SommerJunge 2018 direkt aus den Basistauben dieses Spitzenschlages im RegV 255

DIE KUNST DES ZÜCHTENS UND SPIELENS

Es war immer mein Ziel, einen eigenen Stamm Brieftauben zu züchten. Dass das keine Angelegenheit von wenigen Jahren ist, war mir völlig klar. Auch die Gefahr, Rückschläge in Kauf nehmen zu müssen, oder gar ganz zu versagen, war mir bewusst. Dennoch habe ich mein Ziel nie aus den Augen verloren und kann heute behaupten, das ich diesem Ziel ein ganzes Stück näher gekommen bin ! Neubeb Weg des Stammaufbaus habe ich sowohl theoretisch als auch an praktischen Beispielen beschrieben und in drei Teilen in der Klaus Taubenpost veröffentlicht.

Der Teil 1 dieser Serie ist in der Klaus Taubenpost 2014 erschienen und hat eine ausführliche Beschreibung der vorhandenen Linien und der Zuchtziele zum Inhalt. Teil 2 befindet sich in der Klaus Taubenpost 2015. Dort geht es von der Theorie in die Praxis.An konkreten Beispielen wird beschrieben, welche Tauben und aus welchem Grund sie eingeführt und an die vorhandenen Basis-Linien gepaart wurden. Seitdem sind wieder 2 Jahre vergangen und weitere Erfahrung und neue Erkenntnisse hinzugekommen. Teil 3 erscheint mit Bildern in der nächsten Ausgabe der Klaus Taubenpost. Der Text ist im folgenden zu lesen:

3. Teil

Mein Ziel war und ist es, meine schnelle Basis-Sorte so weiter zu züchten, dass sie an Stehvermögen und Härte gewinnen, ohne ihre Schnelligkeit einzubüßen. Meine Basistauben sind die Familien "Raketje" und "Kleiner Blauer". Es ist die Nachzucht von mehreren "Raketje"-Töchtern (über Fr.W. Revermann), meist gepaart an Enkel des Olympiavogels "Porto" von L. van Hove, Belg.. Aus dieser Verbindung fallen u.a. die überragenden Vererber "52" und die Mutter der "Zuchtperle 1725", ihr Vater ist der "Nepomuk 282" (25x ges, 25 x Preis). Der "52" bringt mit verschiedenen Weibchen aus der Linie des "kleinen Blauen" (Moschtäubin, Peter Grupp) serienweise Ausnahmezuchttauben!

Die "Zuchtperle 1725" bringt mit mehreren Vögeln hervorragende Nachzucht, die , wie die Nachzucht des "52" zum Stammaufbau beigetragen haben. Mit dem "2004", Inzucht auf den "Kannibaal", züchtet sie dann den Ausnahmevogel "Raket 601"! Er wird in 2014 bester Vogel und 1. AS-Vogel im REGV 251, sowie 11. AS Vogel des Verbandes und fliegt in zwei Jahren 4 x den 1. Konkurs mit einem Regionalsieg und 12 x bis zum 9. Preis!

Die Reisesaison 2017

2017 wurde unseer alter RegV 251 dem größeren RegV 255 zugeordnet. Die Tatsache, dass unser neuer RegV nun eine Längenausdehnung von fast 100km hat und unsere Fluggemeinschaft bei der Reiserichtung Osten hinten liegt, hat bei unseren Züchtern nicht gerade Optimismus geweckt. Wie zu erwarten gab es auch 2017 vorwiegend Kopfwindflüge, teilweise mit Regen auf der Strecke, was sicher kein Vorteil für die hinten liegenden Schläge war. Zudem gab es auch noch zwei verlustreiche Flüge, die nicht nur viele jährige Tauben gekostet, sondern auch manchem Züchter den Mut genommen haben. Gegen m.E. alle Vernunft wurde trotz ungünstiger Wetterprognose ein 14. Flug als Nachholflug für den fehlenden 600er durchgeführt; es wurde natürlich kein 600er, sondern ein 430km Flug, der sehr schwer wurde! Glücklicherweise hatte ich nur 6 Tauben, die ich unbedingt spielen musste, um nicht alle vorderen Platzierungen einzubüßen, eingekorbt. Zwei Tauben, darunter ein Zweijähriger mit 12 Preisen, fehlen heute noch.... Angesichts dieser Bedingungen und der schweren Saison war es für mich um so erstaunlicher, dass sich meine junge Witwermannschaft - erstmals wurden nur Vögel gespielt - mat fast nur jährigen und zweijährigen Tauben so brovorös geschlagen hat. Es wurde für mich eine überragende Saison!

Erfolge 2017 !

RegV 255

1. Verbands Jährigenmeister

2. Regionalverbandsmeister A (intern)

3. Platz "Klinik Cup"

4. Regionalverbandsmeister B (intern)

5. Platz "Die Brieftaube"

10. Deutscher Verbandsmeister

1. - bester Jähriger

4. u. 5. -bester Vogel

RegV-Gruppe (ehem. RegV 251)

1. RegV Gruppenmeister

1. 3. 6.- bester Vogel

1. - bester jähriger Vogel

Fluggemeinschaft (3 RV'en)

1. FG-Meister mit 5 besten Tauben

1. FG-Meister mit Vorbenannten (3 von 4)

1. 2. 3. 4. -- bester Vogel

1. 2. 5. 6. 9. 10.-bester jähriger Vogel

9x1. Konkurs in der FG (Altreise)

RV Bünde

1. Platz bei allen meisterschaften und Pokalen der Altreise. 11 x 1. Konkurs in der RV, Altreise

Auf der Alttierreise 2017 wurden nur Vögel gereist!

Die erfolgreichsten Tauben 2017

Bis auf wenige Ausnahmen gehen alle 2017 an den diversen Meisterschaften und 1. Konkursen (11x) beteiligten Tauben auf die Basislinien "Raketje" und "Kleiner Blauer" zurück. Doch die Einkreuzung der "härteren" Linien waren, vor allem auf den schweren Flügen, nicht zu übersehen. Allerdings bildet gleich der beste Vogel dieser Saison eine dieser Ausnahmen. Der "476" v,13 fliegt als einzige Taube 14 x gesetzt 14 x Preis mit 1022 AS Punkten und wird bester Vogel der RV, FG (3 RV'en) und RegV Gruppe (früher RegV 251); im RegV 255 wird er 4. bester Vogel! Seine Spitzenpreise 2017 sind: 1. 1. 2. 2. 3. 3. 5. Preis, davon auf dem Endflug der RegVG - Sieg !

Seine Leistungen sind kein Zufall, denn seine Mutter ist keine Geringere als die "Ladystar" 1277W von 07, 2010 bestes W und 1. AS-Weibchen im RegV und 7. As Weibchen auf Bundesebene. Sie fliegt 2010 von 12 Einsätzen 12 Preise mit über 1100 AS Punkten, in zwei Jahren 4 x den 1. Preis, davon 2 x einen Regionalsieg auf 420 und 520 km! Ihre Enkelin, die "522" fliegt jährig 12 Preise und wird 2. AS Weibchen im RegV 251.,

Der Vater des "476" ist der "1066" von G. Rehmsmeyer, gezogen aus zwei Meier/Rahden Tauben. Er fliegt zweijährig11, dreijährig 12 Preise und wird 1. AS Vogel der RV.

Zweitbester Vogel und für mich die Entdeckung der letzten Jahre ist der Jährige "193". Er fliegt in dieser schweren Saison, in der so viele Jährige verloren gingen, 12 Preise mit einem 1. 1. 3. 4. 4. 6. Preis und wird jeweils mit Vorsprung bester jähriger Vogel der RV, FG, RegVG und im REGV255! Seine Mutter, die "776" v, 11, war eine meiner besten Weibchen der Jahre 2012 bis 2014 (siehe 2. Teil). Sie kommt auch einem Meier/Rahden-Vogel (Schellensx To. Ringlose, Prange) mit einer Tochter des Stammvogel "52".

Vater des "193" ist der "1287" v.15, ein direkter Sohn des "Jonge Zwarte",B2000, mit einem Weibchen aus der Olympialinie von H. Hörster. Eine Schwester des "1287" ist übrigens Mutter eines Jungtiers mit voller Preiszahl, das auf dem Endflug gegen die Verdunkelten und Belichteten den 1. Konkurs fliegt.

Ein weiterer Vogel mit 12 Preisen ist der "1054" v. 15. Er stammt aus dem Meier Vogel "1066", diesmal mit einer Täubin aus der Linie des "52". Leider ging der "1054" auf dem schweren Endflug verloren.

Mit 11 Preisen, darunter einen 1. 2. 2. Preis auf den letzten 4 Flügen, wird der "1155" v. 15 jeweils hinter seinen Schlagpartnern 4.-bester Vogel der RV und 3.-bester der FG; im RegV 255 platzierte er sich an 5. Stelle.

Vater des "1155" ist ein "Raketje" Inzuchtvogel aus der "Zuchtperle 1725" (Mutter des Raket 601), gepaart an ihren eigenen Sohn "630" - er wird zweijährig mit 12/12 Preisen RV-bester Vogel und stammt aus einem Sohn des bekannten "330" (8 x 1. Preis) von G. Prange.

Mutter des "1155" ist eine direkte Tochter des Olympiavogels von H. Hörster.

Ebenfalls 11 Preise fliegt der "1040" v. 15, u.a. mit einem 1. 4. 6. 7. und 10. Preis. Sein Vater ist der "695" von meinem Freund Martin Hetzel aus dem Saturn (4 x 1. Preis) mit der "633", einer Schwester Supra I und II, 1. und 2. AS Weibchen des Verbandes!

Mutter des "1040" ist die "791" eine Tochter des "518" von H.Timm; er fliegt 61 Preise und wird u.a. 1. AS Vogel im RegV. Die "791" ist stark in Linie gezogen; in ihrer Abstammung finden wir 4x die bekannte Nr. "90", eine Schwester des "Kleinen Blauen", die H. Timm von mir geschenkt bekam.

Der 2. beste Jährige 2017 ist der  "126", ein Halbbruder des "1040". Er war 12 x im Korb, fliegt 11 Preise und stammt ebenfalls aus dem "695" von M. Hetzel. Seine Mutter die "1088", stammt aus der "Zuchtperle 1725", gepaart an einen 12-jährigen Vogel aus der Linie "Kleiner Blauer", dem "147" 36 x gesetzt, 35 Preise bei H. Thimm.

Elf jährige Vögel fliegen 2017 in der schweren Saisobn 7 Preise und mehr. Alle sind gezogen aus den Basisfamilien "Raketje", "Kleiner Blauer", in Verbindung mit einer oder mehreren Linien der "Harten Sorte": "Jonge Zwarte", "Ladystar", Kannibaal", "Olympiavogel".

Die wichtigsten Erkenntnisse 2017

Die Basis Sorte hat einmal mehr bestätigt, dass sie über eine überragenden Orientierung verfügt, die sie befähigt, besonders bei Entfernungen bis einschließlich 400 km auch bei schwierigen Bedingungen 1. Konkurse zu fliegen.

Die Nachzucht der "Ladystar" besitzt eine gute Orientierung, zeichnet sich aber besonder aus durch ihr außerordentliches Stehvermögen; d.h. bei Kopfwindflügen über 500 und 600 km sind sie fast immer in der Spitze zu finden.

Ähnlich ist es bei den Tauben aus dem "Olympiavogel" von H. Hörster; ihre Stärke zeigt sich auf den Flügen über 500 km. In Verbindung mit der Basis Sorte sind sie kaum zu schlagen.

Für das Ziel eines leistungsstarken und robusten Stammes war die Einführung der Gilbert Meire - Tauben (Belg.), des "Jongen Zwarte, B2000" und seiner Nestschwester, "B1999" über Peter Grupp besonders wertvoll. Sie bilden das I-Tüpfelchen beim Stammaufbau. Diese Tauben verfügen nicht nur über eine große Ausdauer, eine gute Orientierung und einen starken Heimkehrwillen, sondern sie besitzen darüber hinaus die Fähigkeit, in besonders schwierigen Situationen zu überleben und wieder nach Hause zu finden. Bei ihnen muss man die Hoffnung nie aufgeben!

Mein persönliches Fazit

Meine Basistauben waren schnell, aber anfällig auf scheren Flügen. Die "Harten Linien" untereinander verpaart brachten ebenfalls nicht den erhofften Erfolg. Bei glatten Flügen mit großer Entfernung konnten sie glänzen, aber bei schwierigen Wetterverhältnissen oder anderen Störungen haben sie Probleme oder gehen gar verloren. Dagegen führte die Verbindung der "Harten Sorten" mit den schnellen Basistauben fast immer zum Erfolg!

Abschließend möchte ich noch darauf hinweisen, dass meine Basistauben nicht in wenigen Jahren, sondern im Verlauf von mehreren Jahrzehnten die heutige Qualität erreicht haben.

Ebenso sind die vorhandenen drei oder vier harten Linien das Ergebnis einer harten Auslese. Sie sind das Überbleibsel von vielen getesteten Linien, die fast alle wieder verschwunden sind. Übrig geblieben sind die genannten Familien, die über die gewünschten Qualitäten verfügen und, was ebenso wichtig ist, zu meinen Stammtauben passen!

 

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